Integration und Förderung von Behinderten durch Kampfsporttraining in der MAA-I


 

Integratives Kampfsport Training zur Persönlichkeitsentwicklung für Menschen mit Behinderungen, für diese Mission ist Meister Hamadi Silini ein Pionier und Wegbereiter zusammen mit der Martial Arts Association-International (www.MAA-I.com) soll dieses nun auch in anderen Clubs und Vereinen etabliert werden.

Integration und Förderung von Behinderten durch Kampfsporttraining in der MAA-I. Integratives Kampfsport Training zur Persönlichkeitsentwicklung für Menschen mit Behinderungen, für diese Mission ist Meister Hamadi Silini ein Pionier und Wegbereiter zusammen mit der Martial Arts Association-International (www.MAA-I.com) soll dieses nun auch in anderen Clubs und Vereinen etabliert werden. Trainer und Dojoleiter Hamadi Silini hat eigens für Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen einen Lernkursus entwickelt. Das Konzept war seine Abschlussarbeit für die sonderpädagogische Ausbildung, die er mit Auszeichnung bestand. In Silinis Projektarbeit geht es um Perönlichkeitsentwicklung durch Karate für Menschen mit Behinderungen. Da er durch seine Arbeit als Gruppenleiter in der Werkstatt ständig mit Menschen mit Behinderungen zu tun hat, fing er dort vor rund einem Jahr an, nach seinem Konzept auszubilden. Er überlegte sich, wie er seinen Schützlingen Karate beibringen könnte, erstellte mit ihrer Hilfe eine Studie, fertigte Bilder für Plakate. Es hat alles so geklappt, wie er es sich gedacht hat. Schwierig war es oft, einen Weg für die Karateschüler mit geistigen Behinderungen zu finden. Wenn sie zum Beispiel die Zahlenfolge nicht kennen, können sie nach der fünften Technik auch nicht den Kiai, den Kampfschrei, ausstoßen. Sie brauchen eine einfache Sprache. Für diese Menschen benutzt er statt der ihnen unbekannten Zahlen im Training Mimik und Gestik, also die Zeichensprache. Ein besonderes Training oder gar eine extra Sparte für Behinderte gibt es nicht im Oldesloer Sportverein Mushin. Alle trainieren integrativ. Das bedeutet: Jeder motiviert jeden. Das Ausbildungssystem können die Behinderten selbst mitgestalten. Dabei kommt für jeden eine individuelle Maßnahme heraus. Jeder ist anders. Und so wird auch für jeden ein individuelles Konzept zugeschnitten. Das Ziel von Hamadi Silini: die Mitglieder sollen lernen, die Schwächen und Äußeren Schwierigkeiten als eine Herausforderung und nicht als eine unübersteigbare Grenze zu betrachten. Das Ergebnis ist Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit. Er hat sich auf die gegebenen Voraussetzungen und die kognitive Stufe der TeilnehmerInnen eingestellt, um eine ergonomische Unterstätzung, besonders für die Rollstuhlfahrerinnen um eine individuelle Hilfestellung bieten zu können. Durch die Integration in die gemeinsamen Trainingseinheiten, die in unserem Verein durchgeführt werden, fühlen sich die Mitglieder doppelt bestärkt. Sie hatten auch Freude, andere Menschen und ein neues Umfeld kennen zu lernen. Nach den Anfängen dieser neuen Integration und Förderung von Behinderten durch unsere Sportart konnte er eine deutliche Verbesserung des Sozialverhaltens der Mitglieder beobachten. Sie hatten nicht mehr das Gefühl ausgeschlossen und diskriminiert zu werden, sondern ein fester und unersetzlicher Bestandteil der Gruppe geworden zu sein. Die angestauten Aggressionen, die bei Menschen mit einer Behinderung nicht selten vorkommen, konnten durch die familiäre Atmosphäre des Kurses sowie durch den Sport gemildert werden. Meister Hamadi Silini ist in Tunesien geboren und lebt jetzt seit über 30 Jahren in Deutschland. Seine Kampfsportkarriere begann schon als er noch sehr jung war. Für Hamadi Silini ist Kampfsport eine Lebensphilosophie.